Tag des offenen Denkmals: Klöster heute erleben

Ordensgemeinschaften in Deutschland beteiligen sich am Tag des offenen Denkmals, dem 14. September 2025.

©Frank Vincentz, CCA-SA 3.0, wikimedia

Kloster Knechtsteden und Basilika

Das 1138 erbaute Prämonstratenserkloster wurde nach einem Brand ab 1896 von den Spiritanern wiederaufgebaut. Das Kloster ist einer der ältesten Wallfahrtsorte des Rheinlands. Die Basilika ist dreischiffig und besitzt eine 35 Meter hohe Drei-Türme-Gruppe sowie ein Langhaus. Die Klosteranlage wird von einem barocken Torhaus geschmückt.
Die Spiritaner des Missionshauses Knechtsteden zeigen von 11 bis 15 Uhr die historische Schlosserei. Ein weiterer Programmpunkt ist die Vorführung des historischen Dieselmotors aus dem Jahr 1929, gefolgt von einer Basilika- und Klosterführung. Zuletzt werden in einem rund einstündigen Glockenkonzert die Glocken der Basilika in wechselnder Zusammensetzung geläutet und auch vorgestellt.

Hier gibt es weitere Infos zum Programm

Kloster Speinshart mit Klostergarten

Unter dem eigenen Motto „Wert-voll: Äpfel und Birnen“ präsentiert in diesem Jahr das Kloster-Ensemble Speinshart seinen historischen Obstgarten als Höhepunkt des Tages. Im Fokus stehen die alten Obstbäume des Gartens, die als lebendige Kulturdenkmäler sowohl für die Bedeutung biologischer Vielfalt als auch für den historischen Kontext gärtnerischer Nutzung stehen.

Ein vielseitiges Begleitprogramm bietet Einblicke in die Verbindung von Natur, Baukultur und Genuss. Geplant sind unter anderem Führungen durch den Klostergarten, eine Kunstausstellung, Fachvorträge sowie kulinarische Kostproben.

Die Veranstaltung beginnt um 13:30 Uhr mit der Vernissage der Ausstellung „Äpfel und Birnen“ im Oberen Konventgang. Das weitere Programm findet ab etwa 14:00 Uhr im Klostergarten statt und endet gegen 17:00 Uhr.

Der genaue Ablauf des Nachmittags findet sich hier

Zisterzienserinnenabtei Klosterstift St. Marienthal

Das Klosterstift in Ostritz wurde im Jahr 1234 gegründet und wird seitdem von Zisterzienserinnen geführt.
Am Tag des offenen Denkmals bieten sie stündliche Führungen durch das Kloster und die Klausur an, bei denen unter anderem der Kreuzgang, der Kapitelsaal sowie der Chor mit der Orgelempore besichtigt werden können.

Hier geht es weiter zur Webseite der Gemeinschaft

Bistum Würzburg: Tag des offenen Klosters

Orden.de dokumentiert in einem weiteren Artikel die Kooperation des Bistums Würzburg und der beteiligten Gemeinschaften, die einen Tag des offenen Klosters veranstalten. Darunter sind die Franziskaner-Minoriten, die Kreuzschwestern, die Oberzeller Franziskanerinnen, die Salesianer Don Boscos und die Ursulinen zu finden.

Hier geht es weiter auf orden.de 

Hintergrund: Tag des offenen Denkmals

Der Tag des offenen Denkmals findet jedes Jahr am zweiten Sonntag im September statt und wird bundesweit von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) koordiniert. Ziel des Aktionstags ist es, historische Gebäude und Orte zugänglich zu machen, die sonst nicht oder nur eingeschränkt besucht werden können. Zwischen 5.000 und 7.000 Denkmale öffnen an diesem Tag ihre Türen – darunter private Häuser, Sakralbauten, Industrieanlagen oder archäologische Stätten.

Der Tag des offenen Denkmals ist Teil der European Heritage Days unter der Schirmherrschaft des Europarats und gilt als größtes Kulturevent Deutschlands. Millionen Menschen nutzen jährlich die Gelegenheit, sich vor Ort über Denkmalpflege zu informieren, an Führungen teilzunehmen oder mit Fachleuten ins Gespräch zu kommen.

2025 steht der Tag unter dem Motto „Wert-voll: unbezahlbar oder unersetzlich?“. Es lädt dazu ein, den ideellen und kulturellen Wert von Denkmalen neu zu entdecken. Was macht ein Bauwerk kostbar – jenseits seines materiellen Werts? Warum lohnt sich sein Erhalt? Im Mittelpunkt stehen Orte, die Geschichte(n) erzählen – und Menschen, die sich für ihren Schutz und ihre Zukunft engagieren.

Weitere Informationen auf Tag-des-offenen-denkmals.de