Ankündigung: 30. Internationaler Kongress Renovabis

Das Osteuropa-Hilfswerk Renovabis lädt am 17. und 18. September 2026 zum 30. Internationalen Kongress nach Freising ein. Unter dem Leitwort „Jenseits der Polarisierung“ kommen Stimmen aus Kirche, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft zusammen. Gemeinsam suchen sie nach Wegen, Europas Zusammenhalt trotz Krieg, Polarisierung und Vertrauensverlust zu stärken.



Bereits am Vorabend des Kongresses findet die erstmalige Verleihung des Freisinger Dialogpreises an die Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung statt. Gewürdigt wird ihr Engagement für internationale Begegnung, demokratische Bildung und grenzüberschreitenden Austausch. Die dabei verliehene Skulptur des georgischen Künstlers Nika Bakhia symbolisiert den Geist offener Begegnung und gemeinsamen Dialogs.

Der Kongress beginnt mit Vorträgen der Sozialwissenschaftler Hugo Gloss und Dr. Regina Arant. Sie erklären, warum Europa immer stärker gespalten ist und weshalb Zusammenhalt heute so wichtig ist. Danach folgen Fachforen, die sich mit digitalen Filterblasen, sozialer Entfremdung und den gesellschaftlichen Folgen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine beschäftigen.

Darauf folgt eine Diskussion zu „Kirche(n) zwischen dem Ruf zur Einheit und Kräften der Spaltung“. In Workshops und Dialoggruppen werden ferner Themen wie Gewaltfreie Kommunikation, Bürgerbeteiligung, Ehrenamt, interreligiösen Dialog, Integration von Geflüchteten und Wege aus Einsamkeit und gesellschaftlicher Isolation praktisch aufgegriffen. Als Referenten wirken auch Ordensleute aus Osteuropa mit.

Am zweiten Kongresstag stehen konkrete Lösungsansätze in Richtung Zusammenhalt im Mittelpunkt. Kardinal Mario Grech aus dem Vatikan spricht darüber, wie die soziale Dimension der Synodalität dazu beitragen kann, Menschen näher zusammenzubringen. Dr. Volker Ullrich (Bundeszentrale für politische Bildung) hebt hervor, warum eine wehrhafte Demokratie wichtig ist, damit Vertrauen wachsen kann. Bürgermeister Përparim Rama aus Pristina zeigt, wie Gemeinschaft entsteht, wenn Menschen Räume bewusst miteinander gestalten. Vertreterinnen und Vertreter aus Kirchen, Caritas und Zivilgesellschaft bringen dazu Erfahrungen aus Mittel-, Südost- und Osteuropa ein und machen Mut, neue Wege des gesellschaftlichen Vertrauens auszuprobieren.

Der Kongress lädt somit dazu ein, miteinander ins Gespräch zu kommen, neue Perspektiven zu entdecken und gemeinsam Wege zu einem stärkeren Zusammenhalt zu finden. Nähere Informationen zum Programm und dem Veranstalter Renovabis finden Sie hier.