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Kolumne: „Wir wollen gemeinsam unterwegs sein“

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Bei seiner ersten großen Audienz für die italienische Bischofskonferenz, die bei weitem größte Europas, sagte Papst Leo XIV: „Wir wollen gemeinsam unterwegs sein, den Frieden und die Gerechtigkeit ohne Furcht suchen. Wir wollen gemeinsam als Missionare unterwegs sein.“

Zwei Begriffe charakterisieren für den Papst die missionarische Verantwortung der Kirche heute:
– Auf dem Weg zu sein: Die Kirche des Mittelalters sah sich als das stabile Wertefundament für die damalige Gesellschaft. Das II. Vatikanischen Konzil definierte die Rolle der Kirche neu in einer Gesellschaft, die immer stärker von einem Prozess der Säkularisierung geprägt ist und in der religiöse Vorstellungen und Werte nicht mehr selbstverständlich sind. Missionarische Verantwortung bedeutet, die verunsicherten Menschen auf ihrem Lebensweg begleiten.


– Gemeinsam zu suchen: Die Kirche gibt nicht vor, alle Antworten zu haben, sondern lädt alle ein, gemeinsam nach guten Lösungen für die komplexen Probleme unserer Zeit zu suchen. Das Ziel der gemeinsamen Suche ist eine gerechtere und friedlichere Gesellschaft.
Die Worte des Papst sind eine Ermutigung besonders für die vielen Ordensleute, die an den Rändern der Gesellschaft mit Menschen arbeiten, die benachteiligt oder ausgeschlossen sind.

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