Benediktinerinnenabtei Burg Dinklage: Studientagung zu aktuellen Fragen von Sterbehilfe und Suizidprävention

Veranstaltung anlässlich des 80. Todestags von Clemens August Kardinal von Galen

Unter dem Titel „Dann ist keiner von uns seines Lebens mehr sicher“ lädt die Kardinal-von-Galen-Stiftung am Samstag, 21. März 2026, zu einer Studientagung in die Ökonomie der Benediktinerinnenabtei Burg Dinklage ein. Anlass ist der 80. Todestag des seligen Clemens August Kardinal von Galen, der in den Räumen des heutigen Klosters geboren wurde. Mit der Tagung soll an den Mut des damaligen Bischofs von Münster erinnert werden, der mit seinen Predigten die grausame Praxis der Ermordung kranker, behinderter und als „lebensunfähig“ diffamierter Menschen öffentlich anprangerte – und damit sein eigenes Leben riskierte. Sie will aber vor allem auch den Bogen zu aktuellen Fragen von Sterbehilfe und assistiertem Suizid im Jahr 2026 schlagen. Detaillierte Informationen zur Veranstaltung finden sich hier auf der Internetseite der Stiftung.

In zeitlicher Nähe zur Tagung haben die Deutsche Bischofskonferenz und der Deutsche Caritasverband am 6. März 2026 die Leitlinien „Den Weg des Lebens gehen“ veröffentlicht. Sie geben Einrichtungen in katholischer Trägerschaft Orientierung zur Prävention von Suiziden und zum Umgang mit Suizidwünschen. Im Hintergrund steht ein  Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 26. Februar 2020, das neue rechtliche und ethische Fragen aufgeworfen hat. Die Leitlinien wollen eine Kultur der Lebensbejahung stärken und enthalten unter anderem Empfehlungen zur Prävention, zur Schulung von Mitarbeitenden sowie zur Ethikberatung. Die Broschüre „Den Weg des Lebens gehen – Leitlinien zur Prävention von Suiziden und zum Umgang mit Suizidwünschen in Einrichtungen katholischer Trägerschaft“ kann hier auf der Internetseite der Deutschen Bischofskonferenz heruntergeladen werden. Im Nachgang des Bundesverfassungsgerichtsurteils hatte sich im Jahr 2022 auch die Mitgliederversammlung der Deutschen Ordensobernkonferenz in einem Studientag mit dem Thema beschäftigt. Dokumentiert wurden Beiträge der Tagung in Heft 4/2022 der Zeitschrift Ordenskorrespondenz mit dem Schwerpunktthema „Ars moriendi – ars vivendi: Vom Umgang mit dem Tod und dem Aufbruch ins Neue“