Provinzgründung der Kongregation der Armen Schulschwestern

Die Armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frau planen eine „Provinz Europa“ mit Sitz in München

Ab dem 1. Januar 2026 entsteht die neue „Provinz Europa“ der Kongregation der Armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frau mit Sitz in München. Damit wird eine wichtige strukturelle und geistliche Neuordnung innerhalb der Gemeinschaft vollzogen, die weltweit in rund 30 Ländern wirkt. Die neue Provinz wird die künftig entstehenden Distrikte Bayern, Österreich-Italien, Slowenien, Polen und Ungarn umfassen. Etwa 500 Schwestern werden zur neuen Provinz Europa gehören. Die Leitung der neuen Provinz wird im Rahmen einer internationalen Versammlung vom 12. bis 17. November 2025 in Rom gewählt. Sr. Monika Schmidt, derzeitige Provinzoberin der Bayerischen Provinz der Ordensgemeinschaft, nennt als Ziel der neuen Gründung das Anliegen, spirituell den Ansatz von Gründerin Mutter Theresia weiter zu verfolgen und “in Richtung Einheit und Heilung zu denken, also als ein Gegenkonzept zu dem, was wir derzeit in der Welt an Zerrissenheit und nationalistischen Ansätzen wahrnehmen“.

Die Entscheidung für München als Sitz der Provinz ist nicht zufällig gefallen: Hier befindet sich das Grab der Ordensgründerin Theresia Gerhardinger (1797–1879), die 1833 in Regensburg den Grundstein für die neue Frauenkongregation legte. Die Armen Schulschwestern sind heute auf allen Kontinenten präsent. Ihr Wirken konzentriert sich auf Bildung, Erziehung und soziale Begleitung. Die Gründerin setzte sich im 19. Jahrhundert für Bildungsgerechtigkeit für Mädchen und Frauen ein. Mädchen aus allen sozialen Schichten erhielten Unterricht in Religion, Elementarfächern, Fremdsprachen, Naturwissenschaften und Sport. In eigens gegründeten „Industrieschulen“ bereitete sie junge Frauen gezielt auf ein selbstständiges Berufsleben vor. (Mit Materialen von KNA)