In rund 100 Ordensgemeinschaften in Deutschland liegen Fallmeldungen zu sexualisierter Gewalt vor. Täter und Täterinnen waren oder sind Mitglieder der eigenen Ordensgemeinschaft. Sie haben das eigene Leben begleitet, direkt oder indirekt. Ihr Weg der Nachfolge Jesu ähnelte nach außen hin dem eigenen. Doch gab es grundlegende Unterschiede. Andere Mitglieder der eigenen Ordensgemeinschaft waren Mitwisser*innen oder haben unbewusst missbrauchsbegünstigende Strukturen über Jahre mit- bzw. weitergetragen.
Wie beeinflusst das Wissen um Missbrauchstaten durch einen Mitbruder/eine Mitschwester mein Leben, mein „Ja“ zur Ordensgemeinschaft? Wo bleibt die Wahrnehmung und Einordnung eine Herausforderung? Wie kann ich das Unfassbare als Teil meiner Lebensgemeinschaft akzeptieren und gleichzeitig meinen Weg weitergehen?
In einem geschützten Rahmen wird es Informationen und Anregungen für eine Reflexion der Einordnung der jüngeren Ordensgeschichte und dem Umgang der Gemeinschaft mit Betroffenen, Missbrauchsfällen, Täterinnen und Tätern sowie weiteren Beteiligten geben. Der Austausch mit anderen gibt die Möglichkeit den eigenen Umgang zu reflektieren, der eigenen Berufung nachzuspüren und sich selbst gut zu verorten.
Zielgruppe
- Ordensmitglieder
Termin und Ort
Termin: Freitag, 25. September 2026, 10:30 Uhr bis 16:00 Uhr
Veranstaltungsort: Burkardushaus – Tagungszentrum am Dom, Am Bruderhof 1, 97070 Würzburg
Kurskosten
80,00 Euro (zuzüglich Tagungspauschale ca. 60 Euro, Zahlung vor Ort)
Anmeldung
Anmeldeschluss: 31.07.2026
AnmeldungKursleitung
Martina Köß
Referentin für Prävention und Aufarbeitung bei der DOK, MA Soziale Arbeit
Referentin
Sr. Veronika Sube OSB
Ethikerin & Klinikseelsorgerin, Präventionsbeauftragte der Missions-Benediktinerinnen von Tutzing